Reisehinweise

Tipps für die Reise nach Moldova

Die Fahrt mit dem PKW

Meine Fahrten mit dem PKW (eine davon!) und meine Erfahrungen, die ich gemacht habe, habe ich in einem meiner Reiseberichten geschildert. Mit dem PKW bin ich bis jetzt immer über Österreich, Ungarn und Rumänien gefahren. Der Grund liegt darin, dass EU-Bürger für diese Strecke kein Transitvisum benötigen. Dagegen musste man als EU-Bürger bis vor kurzem noch ein Transsitvisum für die Ukraine haben. Das war eigentlich der entscheidene Grund für die Wahl dieser Strecke. Von der Entfernung gibt es zwischen dieser Strecke und der über Polen und der Ukraine keine großen Unterschiede.

Für die Strecke über Österreich, Ungarn und Rumänien musst du ca. zwei Tage planen. Landschaftlich ist dies eine sehr schöne Reise. Besonders ab Budapest kann man die Landschaft besser genießen, denn ab dort gibt es keine Autobahn mehr. Und Rumänien ist ein sehr schönes Land. Du solltest auf deiner Fahrt nach Moldova ruhig ein paar Tage dort, z.B. in Braºov, verweilen.

In Rumänien sind Warndreieck, Verbandskasten und je Person eine Warnsicherheitsweste Pflicht, was die Polizei neben der Vignette konsequent prüft.

An die "Grüne Karte" denken

Die "Grüne Karte" gehört im Grunde bei jeder grenzüberschreitenden Autofahrt ins Reisegepäck. Sie ist kostenlos und kann auch kurzfristig bei der eigenen Autoversicherung angefordert werden. Sie ist mit einem für den Unfallgegner vorgesehenen Durchschlag versehen und dient als Nachweis einer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung. Und im Fall eines Schadens, kann man sich an eines der Grüne-Karte-Büros wenden. Sie sind in einem Verzeichnis auf der Kartenrückseite vermerkt. Für die Akzeptanz einer grünen Karte ganz entscheidend ist ihre mitunter zeitlich befristete Gültigkeit. Deshalb sollte man sich vor Antritt der Autoreise vergewissern, dass die Karte noch nicht abgelaufen ist.

Alle wichtigen und bei einem Unfall relevanten Daten, etwa zum Fahrzeug und zur Versicherung, sind auf der Karte enthalten. Alle Versicherungserfordernisse bei der Unfallaufnahme können auf diese Weise erfüllt werden; das erleichtert später auch die Abwicklung der Schadenregulierung. Sinnvoll ist es, das europaweit anerkannte Standardformular zum Unfallbericht zur Hand zu haben. Ferner sollten Sie selbst Beweise sichern, etwa durch Fotos von Schäden an den beteiligten Autos und vom Unfallort. Keinesfalls sollte man Schuldanerkenntnisse unterschreiben. Dem Grüne-Karten-System gehören heute 45 Staaten an, aber es ist ein auf Europa und einige Mittelmeeranrainerstaaten begrenztes System. Zur Einreise mit dem Kraftfahrzeug verpflichtend vorgeschrieben ist die Karte noch in Albanien, Andorra, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Iran, Irak, Israel, Serbien, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Rumänien, Tunesien, Türkei und Ukraine, wobei gelegentlich spezielle Kartenversionen erforderlich sind.

(Quelle: Die Welt.de)

Ankunft am Flughafen

Hier ein paar Tipps für Reisende, die mit dem Flugzeug nach Moldova kommen:

  1. Am Flughafen bieten verschiedene Autofahrer ihre Dienste für den Transport ins Zentrum an. Am sichersten ist es, ein öffentliches Taxi zu nutzen. Ein Taxistand ist mittlerweile am Flughafen eingerichtet. Die Taxifahrer nehmen für den Weg mehr Geld einem Gast ab, wenn sie erkennen, dass er Ausländer ist. Also versucht, vorher den Preis festzumachen.
  2. Verliere nie dein Gepäck aus den Augen und teile das Taxi nicht mit einem Fremden, um Geld zu sparen. Sicher ist sicher!
  3. Viele Unterkünfte, nicht nur Hotels, bieten einen Pendelservice vom Flughafen zur Unterkunft an. Erkundige dich am besten vorher!

Bargeld

In den großen Städten gibt es eine Vielzahl an Wechselstuben, die Euro oder Doller in Lei wechseln. Der Wechselkurs unterliegt den täglichen Schwankungen und kann sich deshalb von Tag zu Tag ändern. Die Devisen solltest du nur in diesen offiziellen Wechselstuben oder bei Banken tauschen - nie mit Privatpersonen.

An den Geldautomaten werden auf jeden Fall MasterCard, Visacard und AmexCard für eine Bargeldabhebung akzeptiert. Der abzuhebende Höchstbetrag pro Transaktion ist von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich. Übrigens: in Chiºinãu gibt es 20(!) verschiedene Kreditinstitute.

Obwohl in vielen Restaurants und Hotels Kreditkarten akzeptiert werden, wird das Bargeld doch bevorzugt.

Öffentliche Personenverkehr

Der öffentliche Personenverkehr ist in Moldova sehr stark ausgeprägt. Hierzu ein paar Tipps:

  1. Trollebusse (Oberleitungsbusse) und Autobusse sind die preiswertesten Formen des öffentlichen Personennahverkehrs. Das Fahrgeld wird innerhalb des Busse an eine Person bezahlt, die während der Fahrt duch den Bus geht.
  2. Kleinbusse sind dagegen ein bisschen teurer, aber sie sind viel schneller und durch die hohe Anzahl an Fahrzeugen je Buslinie zirkulieren sie öfter. Diese Microbusse sind deshalb meistens überfüllt, so dass dort ein dichtes gedränge im Bus herrscht. Den Kleinbussen wird wie Taxis zugewunken und sie halten an, um neue Gäste einsteigen zu lassen. Ebenso gibt man dem Fahrer zu erkennen, dass man an der nächsten Ecke aussteigen möchte. Micrbusse haben i.d.R. keine spezifisch bezeichneten Haltestellen. Das Fahrgeld wird am Eingang bezahlt oder nach dem Hinsetzen dem Busfahrer nach vorne weitergereicht.

Einkaufen

In Moldova gibt es keine typischen Kaufhäuser, wie wir sie in Deutschland kennen. Es gibt in den Städten Einkaufszentren, in denen eine Reihe von kleinen Geschäften einer oder vieler Unternehmen zu finden sind. Viele der hier angebotenen Waren kann man auf dem Basar allerdings erheblich billiger kaufen. Die meisten auf dem Markt angebotenen Kleidungsstücke werden aus anderen Ländern importiert.

Lebensmittelgeschäfte sind ebenfalls in den großen Städten nach deutschem Standard vorhanden. Hier findest du auch eine Vielzahl an deutschen Markenprodukten, aber auch die Eigenmarken der EDEKA oder REWE kannst du hier kaufen. Diese sind allerdings dann nicht preiswerter, sondern teilweise teurer als die Markenprodukte.

Wer gerne über das Geschehen in Deutschland unterrichtet sein möchte, kann z.B. in Chiºinãu im Supermarkt No1 deutsche Tageszeitungen bekommen. In den Lebensmittelgeschäften muss man im allgemeinen die Taschen am Eingang abgeben bzw. einschließen.

Essen und Trinken

Die meisten Restaurants in Chiºinãu haben die Menükarte auch auf Englisch. Die Kellner und Kellnerinnen sind sehr aufmerksam, so dass man sich erst gar nicht groß bemerkbar machen muss, wenn man noch einen Wunsch hat oder bezahlen möchte. Ausländische Gäste werden in Moldova mit einer speziellen Rücksicht bedient. Von daher ist es auch natürlich, dass mein bei einem guten Essen und gutem Service auch ein Trinkgeld gibt, was in Moldova im Allgemeinen nicht als verpflichtend angesehen wird. Übrigens: die Bedienungen tragen in fast allen Restaurants Namensschilder und machen sich so dem Gast bekannt. Eine Form der Höflichkeit, die man in den meisten deutschen Restaurants nicht kennt.

In Moldova wird gerne und viel Tee und Kaffee getrunken. Deshalb findet man auch eine große Anzahl an Cafes in den Städten. Wer gerne Kaffee trinkt, der sollte in Chiºinãu nicht das Kaffeehaus im Sun City verpassen. Über 100 verschiedene Kaffeevariationen kann der Gast in gemütlicher Atmosphäre genießen.

Neben der einheimischen Küche kann man auch eine internationale Küche in Moldova finden. Stark vertreten sind Pizzerias. Auch türkische und chinesische Restaurants gibt es dort. Fast Food, wie wir es in Westeuropa und Amerika kennen, gibt es hier in dem Ausmaße nicht. In Chiºinãu findest du drei McDonalds, aber auch nur in Chiºinãu.

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